Die Synchronizität im Kontakt knüpfen mit anderen Mamas

22. April 2022

 

Es ist ein Geschenk für mich, dass ich immer wieder neu von Mamas angeschrieben werde, die ein Kind verloren haben. 
Inzwischen frage ich mich nicht mehr, wie diese Synchronizität, diese Synergie an Verbindungen möglich sind. 
Es geschieht. 
Weil es so sein soll. 

Dieses miteinander teilen und austauschen von Gedanken, Erfahrenem, von individuellem Schmerz, Erinnerungen, verlorener Zukunft, von Nähe, Vertrautheit, Dankbarkeit und purem Leben, ist ein Segen. 

Gerade sind es zwei Mamas, mit denen ich schreibe, spreche, ihnen antworte. 
Eine Mama hat  erst vor drei Wochen ihren 12-jährigen Sohn verloren.
Eine andere Mama, deren mittlerer Sohn durch einen Unfall vor knapp zwei Jahren in die Geistige Welt ging.  

Manchmal weiß ich wenig über die Umstände, wie diese Kinder gestorben sind. Dann frage ich direkt und weiß, dass es o.k. ist, danach zu fragen und es wissen zu wollen. 
Es schafft dies Intimität, die unter „fremden“ Menschen nicht oft möglich scheint. 

Natürlich interessiert mich alles, was andere Familien, vor allem Mamas, mit dem Tod ihrer Kinder erlebt haben und erleben, wie sie fühlten und fühlen, wie es weiter geht, wie andere im Umfeld damit umgingen. Wie andere nach einer Weile Abstand halten, verschwinden, doch es gibt auch jene, die mit dabeibleiben. Mich interessiert, wie Geschwister und nahe Menschen mit dem Kindestod umgehen, ob weiter über die Toten gesprochen wird und in welcher Weise getrauert werden darf. 

Meine ganz eigene Geschichte davon, wie ich getrauert habe und wie sich meine Trauer verändert hat, steht in meinem Buch „Lichtvoll Trauern ~ Wie Liebe über Zeit und Raum gelingt“, in dem die ersten zweieinhalb Jahre in Tagebuch-/Blog-Texten beschrieben sind. Ich schreibe weiter meine Blogs auf meiner Homepage, je nachdem, wie ich dazu komme, neben meinem ganz „normalen“ Leben. 

Was ist ein „normales“ Leben? 

Es war noch nie so alltäglich, wie ich es bei anderen Menschen, Familien, erlebt und gesehen habe. Es war immer unterschiedlich intensiv, wild, bunt, hoch und tief und weit … niemals eng. 

Eng wurde mein Brustkorb auf der Matte, vor dem großen Bild von Leonie im Kornfeld, eines, was sie einige Wochen vor ihrem Tod für ihre Bachelorarbeit hat drucken lassen, für die Abschluss-Ausstellung an der Uni. Das Foto ist auch in dem kleinen, leinengebundenen Buch, was sie drei Mal hat drucken lassen. Eines davon war, mit ihrer Widmung, für uns als Eltern. Sie überreichte es uns freudestrahlend und erleichtert in Alfter, an der anthroposophischen Hochschule, wo wir das Wochenende mit ihr und Simon, den beiden Mitbewohnerinnen und all den Abschluss-StudentInnen verbrachten. 
Das war drei Wochen vor ihrem Tod. 
So viel Erlebtes und Bilder, innerlich natürlich und auf dem PC, eines davon war in der Todesanzeige von Simon und Leonie, die die Jungs mit ihren Freundinnen komplett selbst gestalteten. 

Nun, da, vor diesem ganz außergewöhnlichen Bild, wo sie so wesensgetreu im Kornfeld kniet, mit bemaltem Gesicht und geschlossenen Augen, ihre nackte Haut bedeckt vom reifen Korn, mit einer Feder und ihrem ganz speziellen Lächeln auf den Lippen…… da auf meiner Matte morgens, wenn ich in die Knie ging und es eng wurde und furchterregend weh tat, mein Herz, mein Brustkorb, so eng, so wenig Platz für das Leben, das war tatsächlich enger als eng, bis es sich irgendwann löste, diese Enge, weil ich es durch und durch fühlte und fühlen wollte. 
Kein Mantra, keine Atemtechnik, keine Übung oder sonst etwas, um mich auszutricksen, nichts, um meinen Schmerz weghaben zu wollen. 
Ich wollte ALLES fühlen, weil es meine Natur ist, mein tiefes Ur-Wissen, dass ich niemals etwas wegschieben kann, was da ist. 

Nichts so Gewaltiges. Essenzielles. Präsentes. Wie geht das, das wegschieben, wegatmen, weg, weg, weg??? 

Ich weiß es nicht, weil ich mich ausschließlich damit beschäftigt habe, wie es geht, es zu fühlen, alles zu fühlen. 
Jede Facette des Schmerzes, der Sehnsucht, des Hier & Jetzt, was so stark war, so zerbrechend, zerreißend und stechend und in manchen Momenten kaum zum Aushalten war. 
Doch in mir war und ist diese Weisheit, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, dass es niemals zu viel, zu stark für mich sein wird, da ich durch alles durchgehen werde. 

WIE, das weiß ich oftmals nicht. 

Doch das ich es schaffe und, dass es weitergehen wird, weiß ich. Dies trage ich als Urvertrauen in mir. 
Es ist nichts anerzogenes, denn ich bin mit völlig verunsichernden und mich zutiefst demütigenden Überzeugungen aufgewachsen. Es ist etwas viel Tieferes, was ich als Gnade mit in dieses Leben gebracht habe. Ich bin als Seele, die mit viel schmerzvollem Er-Leben konfrontiert wurde, immer wieder verwandelt, geheilt worden, habe ungezählte Male Wunder erfahren und bin von überirdischer Liebe durchdrungen worden. 

Auch als wir von Leonies und Simons Tod erfahren haben, war dieses eingehüllt und durchdrungen werden von unfassbarer Liebe ganz stark spürbar. 

Ich glaube, das, was uns beruhigt, still und friedlich werden lässt, im Inneren und im Äußeren, nichts mit dem Erlebten selbst zu tun hat. Nichts mit dem erfahrenen Tod unseres Kindes, nichts mit den Geburten, die so tief und innig in uns Liebe entzünden konnten, oder die Sterbebegleitung von Freunden, die von überirdischer Liebe begleitet wurde, nichts mit der großen Liebe, die wir in unserem Partner finden durften (was ja selbst schon ein Wunder ist, dass wir auf einem Planeten Erde, mit siebeneinhalb Milliarden Menschen jemanden finden, zu dem wir uns zugehörig fühlen) …. Es ist auch nicht das irrsinnige Privileg ein Bett zu haben, sauberes Wasser und gute Nahrung kaufen zu können (ich habe in Indien und anderen Ländern so arme Wesen gesehen, die glücklich schienen). 

Es ist Gnade, Frieden und Glück in bestimmten Momenten genau das zu empfinden, dies im ganzen Körper zu erfahren. 
Die ersten Buschwindröschen im hellen Grün des Waldes, durch das die Sonnenstrahlen leuchten … es ist nicht nur dieses atemberaubend schöne Bild, dieses atmen der Frische des Frühlings, es ist eine Ganzkörpererfahrung, die mich die Welt in mir und im Außen einsaugen lässt, als würde jeder Wirbel diese Schönheit schon lange kennen und sich erinnern, diesen goldenen Amrita durch jede meiner Zellen tropfen lassen. 

Nein, beziehungsweise: Ja, das hält nicht lange an, dieses Staunen ohne bewusst zu staunen, dieses Sein in einem kurzen Moment des Nichts und Alles.
 

Und dann ist da wieder dieses Sehnen nach der Zukunft unserer Kinder, die nicht mehr in dieser Welt sind. Was wäre jetzt mit ihnen, wo und wie würden sie sein und leben, wie lachen, klettern, springen, lernen, lieben ….? 
Das gibt es nicht mehr, das hat an diesem ganz besonderen Tag, in dieser ganz besonderen Minute, Sekunde aufgehört. 
Die Existenz des Lebens dieser menschlichen Körper, die wir gekannt und geliebt haben hat in diesem Moment geendet.
Diejenigen, die von uns Mamas empfangen, ausgetragen, genährt und in diese Zeitfalte geboren wurden. 

Und ja, natürlich habe ich oft mit den Gedanken gespielt, was wäre, wenn … sie nicht mehr lebend wieder kommen? Wie, große Göttin, wie werde ich damit umgehen? 

Der Schock bei den meisten Eltern, deren Kind plötzlich und unerwartet stirbt, hat gewiss mit der Tatsache zu tun, dass wir die Empfindsamkeit des physischen Körpers oft nicht in unserem Bewusstsein tragen. Sogar Eltern mit einem sehr kranken Kind, möchten sich ungern mit der Tatsache des Todes auseinandersetzen. 
Das Hoffen wird nie aufhören. Da hält man sich an jeden Moment Leben, an jeden neuen Tag, an jede überlebte Nacht, auch wenn es noch so anstrengend und aussichtslos zu sein scheint. 

Das kann ich gut verstehen und nachvollziehen. 

Ich selbst lebte bei unserem Jüngsten eineinhalb Jahre in diesem Hoffen und Bangen, und wir wussten nicht mal, weshalb unser Kind damals so krank war. 
Nach 9 Monaten der unendlichen Anspannung, mein Kind festhalten zu wollen, es nicht verlieren zu wollen, da gab es diesen Moment der Erkenntnis, der mein Leben damals tatsächlich völlig veränderte. Es war nicht mal ein gewollter Akt, den ich durch irgendetwas angestoßen hatte oder die Erhörung meines endlosen Flehens. Es war dieser Moment, in dem mir von meinem Körper, nicht mal von einem Gedanken aus hervorgerufen, klar wurde, dass ich als dieser Mensch, als diese besorgte, verzweifelte Mama, die ihr Kind stundenlang tagsüber und auch nachts am Bauch trug, oft durch verschlungene Wege in der Natur, mit nichts festalten könnte, mein Kind nicht am Leben erhalten könnte. 
Wie das überhaupt möglich sei, dass ich überhaupt so etwas denken könnte. 

Es war ein Moment beim Gehen, auf den Klosterberg, allein mit meinem Baby, die drei anderen spielten zu Hause und beruhigten mich immer, dass ich mit Noah doch rausgehen könnte, sie seien lieb und würden spielen. Draußen hörten seine Nierenkoliken schnell auf und er schlief. Es gab dann dieses Mantra in meinem Kopf und in meinem Körper „Dein Wille geschehe“. 
Ich konnte teilweise nichts mehr anderes denken, es füllte mich vollständig aus. Göttinnen-Wille geschehe, Gottes-Wille geschehe. Göttin ist für mich der Inbegriff von unermesslicher, endloser Liebe, was die gesamte Schöpfung durchdringt, in der wir als Menschheit auf einem Mini-Planeten ein winziger Bruchteil an Liebe sind, die durch das Göttinnen-Bewusstsein aus Gnade zur Form wurde und wieder formlos werden wird. 

Nun, seit dieser Erfahrung mit meinem jüngsten Sohn vor gut 24 Jahren, bin ich eine andere, habe ich ein anderes Bewusstsein als zuvor. 
Ich bin mir bewusst, dass ich im Grunde nichts in der Hand habe. 
Und mein Mitgefühl mit Menschen, die davon überzeugt sind, dass sie selbst alles in der Hand hätten, ist unbeschreiblich groß. Sie machen sich dadurch das Leben zur Hölle. Wie schwer muss es sein zu denken, dass ich alles selbst bestimme, was in meinem Leben geschieht? Das jeder Fehler meine „Schuld“ sei, dass jede gescheiterte Beziehung einfach nicht hätte sein dürfen, dass jeder Hungernde eben Pech hat, dass Menschen, die an eine Geistige Macht glauben, arme Würmer sind, dass Beten vertane Zeit ist, dass Tod ein schwerer Schicksalsschlag ist und ein Fehler von irgendetwas oder von irgendwem. 

Für mich ist das Leben eine Gabe, eine ungeahnte Möglichkeit das Beste zu geben und für vieles dankbar zu sein, weil es eben nicht selbstverständlich ist, gesund zu sein, Nahrung, Kleidung, eine Wohnstätte, Garten und Freunde zu haben und lieben zu dürfen. 

Es ist ein Geschenk. 
Und für mich ist es ebenso ein Geschenk, dass es meine Tochter gab in meinem, in unserem Leben, diese 23 Jahre an Vielfalt und unendlich viel Gutem und Schönem, Lebendigkeit und Freude, vor allem Liebe. 
Die Liebe ist definitiv viel mächtiger und größer geworden. 
Deswegen weiß ich auch, dass ihr Tod ein Geschenk an uns ist. 

Meine Beschäftigung mit der Geistigen Welt hilft mir immer wieder zu erkennen, wie göttlich all das ist in diesem Leben. Mein Leben, mein Lernen, meine Freude, das Gute und Schöne zu erfahren, mit Schmerz und Trauer umzugehen, das als meine Gnade zu erkennen und zu empfinden. Es macht mich leicht, es macht mich frei und weich. Trotzdem es manchmal hart und schmerzvoll und maßlos traurig erscheint. 
Oh ja, das ist es in vielerlei Momenten auch, traurig und voll des Schmerzes, des Sehnens und das Wissen, dass sie niemals mehr hier neben mir stehen und lachen wird oder ihren Duft einatme, ihre Haut, ihre ganz eigene, feine Aura. 
Es sind andere Ebenen, in denen ich sie sehe, sogar rieche und wahrnehme. Das ist ein großer und außergewöhnlicher Segen, was ich jeder Mama, jedem Vater, jedem der noch lebenden Geschwister von Herzen wünsche. 

Eine Mama wollte wissen, was mir geholfen hat, wenn ich ganz besonders traurig war. Ich war gerade nicht in der Lage dazu etwas zu erinnern oder zu schreiben. 

Ich hatte vor einigen Monaten ganz euphorisch mein Lichtvoll Trauern – Praxisbuch begonnen, ich wusste so viel, was auf den verschiedenen Ebenen für andere Trauernde hilfreich sein könnte. Dann kam von einer Mutter, deren Buch ich gelesen habe, über den Tod ihres Sohnes und ihr Umgang damit, dass sie an meinem Lichtvoll Trauern ~ Wie Liebe über Zeit & Raum gelingt-Buch kein Interesse hat, doch sich auf das Lichtvoll Trauern - Praxisbuch freuen würde, wenn es das gäbe.
Ich fühlte mich etwas getroffen, weil ich dachte: ‘Aha, also hört das Interesse an den Erfahrungen anderer Mütter/Menschen nach 10 Jahren auf und man interessiert sich nur noch für Ratgeber?‘
Und im gleichen Moment fühlte ich, wie anmaßend es sei, ein Ratgeber-Sachbuch zu verfassen, mit Tipps und Ratschlägen für andere Betroffene. Als ob ich wüsste, wie andere besser durch ihre Trauer kommen könnten, mit meinen gesammelten Erfahrungen auf körperlicher, geistiger, emotionaler und seelischer Ebene. 
Ich hatte ein ganz seltsam schäbiges Gefühl in mir. Seitdem liegt es unangetastet. 

Ich habe viel für mich ausprobiert, ich bin seit 48 Jahren praktizierende Yogini, was bedeutet, dass Yoga sich auf alle Bereiche unseres Lebens, des Fühlens, Denkens und Handelns auswirkt und Yoga eine Lebenshaltung ist, weniger eine bewusste Gymnastik. 

Mein Erfahrungsschatz mit Blüten-Essenzen, Pflanzen-Urtinkturen, der Spagyrik und Homöopathie, den ätherischen Ölen ist immens, und doch ist in mir dieses große Fragezeichen, was ich anderen an die Hand geben kann? 
Ist es nicht so individuell wie jeder Mensch einzigartig ist? 
Wenn ich eine Essenz mische, dann wird es diese Essenz nur ein einziges Mal geben, nämlich für diese ganz spezielle Person, mit ihren ganz individuellen Befindlichkeiten, Bedürfnissen und dieser ganz zarten einzigartigen Seele in ihrer augenblicklichen Not.
 

Also, das, was mir geholfen hat, wird sich in keinem Buch manifestieren können. 
Ich habe schon vor Leonies Tod eine Essenz gezaubert, sie heißt „Trauern überwinden & Neubeginn“, die aus vielerlei Blüten-, Edelstein-, Umwelt-Essenzen bestehlt, die in eine Mischung aus Rein-Hydrolaten getropft werden und mit ausgewählten ätherischen Ölen vervollständigt wird. Je nach dem, für wen diese Essenz sein wird, mische ich individuell immer noch dies und das hinzu. Es sind herrlich, himmlisch duftende Aura-Sprays, die jederzeit über den Körper, den Schlafplatz, in den Wohnraum gesprüht werden können. 

Und ja, da ich an der Quelle von Tausenden von kleinen Fläschchen bin, habe ich mir immer wieder neue Sprays gezaubert und tue es immer noch, sobald ich spüre, dass ich etwas anderes brauche. Selbst die Herstellung ist ein außergewöhnlich, heiliger Prozess. 









Noch ist der Blog auf meiner "alten" Homepage zu sehen:
                                                      https://www.essenzdergoettin.de/2018/03/23/lichtvoll-trauern/



Seit ich Einiges von meinem Geschriebenen auf meiner Homepage 
veröffentliche, bekomme ich Feedback. 

Es sind für mich Rückmeldungen, dass meine Worte, die Beschreibung von Gefühlen und meine Sichtweise, gerne gelesen und dankbar aufgenommen werden und, dass es hilfreich für Betroffene und Interessierte sei. Die Frage kam, ob ich ein Buch schreibe, damit es mehr Menschen erreicht. 
Inzwischen ist es mein Buch veröffentlicht.



Lichtvoll Trauern ~ 

Wie Liebe über Zeit & Raum gelingt 


Trauer ist ein Teil unseres Lebens.
Trauer kommt in jedes Menschen-Leben, genauso wie Liebe, Freude, Schmerz, Wut, Selbstzweifel und vieles andere mehr.
Trauer kann in unterschiedlichsten Gestalten und Gegebenheiten zu uns kommen.
Ich kenne Trauer sogar, wenn mein Tagebuch voll ist, ich die letzte Seite beschreibe und weiß, es wird mich keinen weiteren Tag mehr begleiten, mit all den treuen, blanken, aufnahmebereiten Seiten.
Ich kenne Trauer aus Trennungen. 
Trennungen von Männern oder Freunden/Freundinnen, mit denen ich eine ganz besondere Liebe, Gemeinschaft und Vertrautheit erleben durfte. Wenn es zu Ende war, war Trauer und Schmerz da, ein Aufbegehren, ein Gefühl von Ungerechtigkeit, manchmal auch Unverständnis und Wut.
Es gibt die tägliche Trauererfahrung, z.B. wenn wir mit lieben Menschen keine Ebene des Verstehens und Mitgefühls erfahren können, nach derwir uns unglaublich stark sehnen.
Und ich kenne die Trauer um meine Kinder, die nicht mehr hier bei mir auf der Erde leben. Sechs meiner Kinder starben vor ihrer eigentlichen Geburt, sogenannte Sternen-Kinder.
Und es gibt da auch meine Tochter Leonie, die vor zwei Jahren mit 23 Jahren in den Schweizer Bergen in ihrer Dreierseilschaft am Biancograt abstürzte, mit ihrem Simon (24) und dem gemeinsamen Kletterfreund Stefan (21).
Das war eine unermessliche und kaum beschreibbare Trauer, die dieser Todesfall der drei jungen, lebensfrohen Menschen in unsere Familie brachte.
Somit in jede dieser drei Familien. Jede Familie geht mit diesem Tod, dem unumkehrbaren Verlust ganz individuell um.
Und jeder von uns in unserer Familie, meine drei Söhne, mein Mann und ich selbst, sind sehr unterschiedliche Wege gegangen, um mit dieser Endgültigkeit weiterzuleben.
Doch eines kann ich mit Gewissheit sagen:
Trauer ist ein lebenslanger Prozess, die uns tiefer und wahrhaftiger SEIN, LEBEN und LIEBEN lässt, als alles andere im Bereich menschlicher Gefühlserfahrungen.
Durch Trauer zu gehen, kann ein überaus lichtvoller Weg sein, die eigene Seele, das Herz und unser menschliches Wesen zu erkennen und zum Leuchten zu bringen.
Es ist nicht vergleichbar mit dem äußeren Glanz eines guten, erfolgreichen Lebens, der mit einem Mal, durch eine von außen kommende Gefahr plötzlich ein Ende finden kann.
Dieses Leuchten, das ich meine, kommt von innen, von einem in Demut und Güte angenommenen Schmerz, der sich in Liebe und Gnade verwandeln kann.
Ich selbst erlebe dieses Leuchten in mir und um mich herum, wenn es um die Geschichten von Trauer geht, um die Ereignisse eines Todes, vor allem, wenn es um unser eigenes Kind geht.
Die Erfahrung dessen, dass ein Kind sterben kann, genauso wie ein kleiner Vogel, ein wunderschöner Baum, ein Gletscher oder ein Mensch in den „besten Jahren“ sterben kann.
Dieses Sterben geschieht unablässig hier auf dieser kleinen blau-grünen Erde.
Wenn es uns selbst betrifft oder eine ganz nahe stehende Person, wird es uns erst einmal zerreißen, schockieren und umhauen, da es nicht unbedingt das ist, womit wir im Täglichen „rechnen“.
Und doch geschieht ES, dieser Tod und die Trauer, die ein solches Ereignis dann in unser Leben bringt.
Für mich ist es eine Bewusstwerdung in dieser Erfahrung als Mensch, dass die Möglichkeit eines solchen Geschehens jederzeit in unser Leben kommen könnte. Als es dann in mein Leben kam, der Tod meiner Tochter, der Tod dieser drei jungen Bergsteiger, schien es, als würde ich von einer mächtigen und gütigen Liebeswolke eingehüllt sein. Mein Bewusstsein weitete sich auf eine Ebene, die mich ganz stark fühlen und aussprechen ließ, dass dieser Tod ein Geschenk an unser Leben sei.
Und ich bin definitiv durch vielerlei turbulente, schmerzerfüllte Bereiche gewandert. Da waren die Unmengen von Tränen, die so gewaltig durch mich durch peitschten, um sich einen Weg nach draußen zu bahnen.
Und die Erkenntnis, dass mein herzzerreißendes Sehnen und Bedauern, meine einzige Tochter nie mehr zu sehen, nie mehr lachen zu hören, sie nie mehr umarmen oder riechen zu können, meine ganz eigenen und definitiv überaus egoistischen und gewiss menschlichen Gefühle betreffen und niemals meine Tochter oder ihren Tod selbst betraf.
Dieser brennende Schmerz, mir einzugestehen, dass diese menschliche Ewigkeit an Verlust bis zum letzten Atemzug meines eigenen Leben ein Teil sein wird.
Dann war da meine tiefe Verletztheit, wenn ich Menschen traf, mit denen ich jahrzehntelang in beruflichen oder persönlichen Bereichen nah und vertraut war, die mich klar spüren ließen, dass die Begegnung mit mir alles andere als Freudehervorrief.
Es gab kaum Menschen, mit denen ich sprechen konnte, erst recht hiernicht über
diesen erfahrenen Tod, meine Trauer oder mein Leben und meine Familie.
Und auch, wenn mich vielerlei Schmerz, Verlustgefühl, nagende Trauer und Herzensenge immer wieder vereinnahmten und ich nicht sicher sein konnte und kann, dass es ausbleiben wird, geschah in meinem tiefsten Inneren diese Wandlung. Es war eine Wandlung dahingehend, dass eine große, sanfte Freundlichkeit, Güte und Anmutiges in mein Leben kam. Sie schlichen sich durch meine Nächte in bunten, lebendigen Träumen von meinen verstorbenen Kindern. Oder es gab Begegnungen, Gespräche und Weisungen mit ihnen in den unbeschreiblichsten Situationen meines Alltags.
Es wuchs in mir eine Gewissheit, dass der irdische Tod niemals das Ende sein kann und wir lediglich auf unterschiedlichen Ebenen leben und ewig lieben.
Meine Gewissheit, dass sie alle weiterleben, auf einer geistigen Ebene, einer Ebene hinter einem Schleier, ein Leben wie im Paradies mit starken Farben und majestätischen Landschaften, überirdischen Klängen, absoluter Gesundheit, Schönheit, überdimensionalem Frieden und unermesslichem Verständnis für Alles und Jeden und über alle Welten.
Diese Klarheit kristallisierte sich durch vielerlei Erlebtes in Träumen, doch auch im Alltäglichen.
Diese Klarheit lässt mich lichtvoll, leuchtend und freundlich weisend jenen Mut zusprechen, die Ähnliches erlebten und es vielleicht noch nicht so sehen können.
Liebe endet niemals.
Erst recht nicht mit dem Tod eines geliebten Menschen. Durch die irdische Trennung wird LIEBE zu einem ganz großartigen neuen Aspekt von Leben über Zeit & Raum.
Eine überirdische und endlose Schwingung, die alle Heilung und Freude in unser Leben bringen wird, von der wir nicht annähernd wussten, dass es sie in diesem Ausmaß geben könnte.
Der Tod, den wir als etwas Endgültiges erfahren, hat eine andere Dimension als es uns weiß gemacht wurde und wird, oder wie wir es im „Normalen“ glauben, dass es sein wird.
Ich beschäftige mich schon lange und intensiv mit diesen Themen wie Sterben, Tod und dem Weiterleben. Lange bevor dieser Todesfall in unsere Familie kam.
Als Kind mit ca. 3 Jahren liebte ich ein kleines Foto der toten Schwester meines Vaters, die mit ca. einem Jahr an Diphtherie starb. Es war dieses engelhafte Wesen im weißen Kleidchen, einem Kränzchen um das kleine Köpfchen in einem weißen, offenen Baby-Sarg. Ich liebte dieses Wesen und hatte eine ganze Weile dieses Bildchen bei mir im Bett, bis es mir weggenommen wurde. Ich sollte mich nicht mit so etwas beschäftigen. Ich habe gelitten, geweint und gebetet, dass mir das Engel-Baby wieder gegeben würde.
Viel später, da war ich schon erwachsen, sah ich das Foto in einer Foto-Kiste wieder. Ich fand es noch genau so schön und anmutig und erinnerte mich an die Gefühle, die ich als Kleinkind dazu hatte. Gefühle von Geborgenheit, Schutz und großer Liebe.
Als Kind haben mich kranke und sterbende Menschen fasziniert. Tote durfte ich lange nicht sehen. Wenn ein Verwandter gestorben war, durften wir als Kinder nicht zur Aufbahrung, auch oft nicht mit zu den Beerdigungen.
Ich weiß nicht, weshalb mich diese Bereiche des Lebens so in den Bann gezogen haben und es mir jetzt in meinem Leben Freude bereitet, mit dem Thema zu tun zu haben. Es erfüllt mich immerzu mit Licht, Liebe und einer ganz besonderen Mystik, wenn ich mit einer trauernden Person zu tun habe oder es um Sterbendeoder um die Toten selbst geht.
Es würde hier zu weit führen, wenn ich beschreiben würde, wie Menschen mehrfach in mein Leben kamen, um bei mir oder mit mir zu sterben. 
Es war jedes Mal ein überaus friedvolles und intimes, ja ich kann sagen wundervolles Erlebnis. Meine Freude überwog das Todesgeschehen, das sie es so sanft geschafft haben, aus diesem irdisch begrenzten Leben in die geistige Welt, in das wahrhaftige zu Hause ihrer Seele zu gehen, auch wenn es mit und durch Schmerz und Krankheit geschah.
Ich betete für Patienten in meiner Praxis ganz oft um Heilung, auf welcher Ebene es im Göttlichen Sinne angedacht sei. Ich betete nicht um Heilung des Körpers oder Heilung dieser und jener Erkrankung, sondern, dass der Göttliche Wille zum Wohle der Seele und aller Beteiligten geschehen möge.
Ich trage eine Gewissheit, eine Weisheit in mir, dass es immer den richtigen Zeitpunkt für unser Sterben geben wird.
Natürlich kommen bei so einer Aussage Gedanken und Diskussionen auf, was denn dann mit den Menschen sei, die sich das Leben genommen haben oder anderweitig eines nicht natürlichen Todes gestorben sind.
Und selbst hier, weiß ich in meinem liebenden Herzen, es war und ist ihr selbst gewählter Weg, der Respekt und Liebe verdient. Ihr Weg, aus einer menschlich sehr schlimmen Zeit zu gehen, da sie nicht daran glauben konnten oder wollten, dass es für sie eine Lösung oder mehrere Möglichkeit geben würde. Dass sie zu müde waren, auf eine Besserung, Wandlung oder Heilung ihrer schwierigen Situation zu vertrauen und zu hoffen.
Ich habe mehrere Menschen in diesen für sie dramatischen Lebenszeiten begleitet, ich habe an ihre Seele appelliert und Briefe an die Menschen und an ihre Seele geschrieben. Dennoch sind einige davon durch ihren selbst gewählten Tod aus ihrem irdisch qualvoll empfundenen Leben gegangen.
Es hat mir immer sehr weh getan und ich habe lange mit den Engeln, den Geistigen Führern gesprochen und letztendlich auch, manchmal nach einer längeren Zeit, ihr Ankommen im Licht gesehen, geträumt oder einfach in einem ganz gewissen Moment gespürt oder „gewusst“.
Der Tod selbst war für mich niemals etwas, was ein sinnloses dunkles Ende sein könnte.
Ich hatte seltsamer Weise oft Freunde, die davon überzeugt waren, dass es vorher, also vor ihrer Geburt, und ganz gewiss auch nachher nichts geben wird. Ich habe solche Menschen sogar in der eigenen Familie. Sie meinen, dass wir Menschen sozusagen ein Zufallsprodukt eines Liebesaktes bzw. Sexualaktes unserer genetischen Eltern sind und hier auf die Welt kommen, unser Ding machen und dann sterben und dann ist alles „aus und vorbei“.
Diese Gedanken waren und sind für mich irrwitzig, und ich erinnere mich an hitzige Diskussionen, über die beiden Annahmen und Sichtweisen. Vor allem in meiner Jugendzeit und als junge Frau waren diese Diskurse oft extrem emotional, weil jeder seine komplett andersartige, dogmatische Grundansicht dazu verteidigen wollte. Es ging dabei vor allem ums Recht haben wollen.
Später als Mutter mit meinen insgesamt zehn Schwangerschaften, mit Tod- und Fehlgeburten, den Geburten meiner Kinder und dann als Therapeutin in meiner Praxis, wo ich über 20 Jahre mit der Psycho-Kinesiologie arbeitete und hierbei mit dem Unterbewusstsein kommunizierte, bestätigte sich für mich meine Ansicht auf Leben und Tod.
Bei meinen Behandlungen kamen täglich all die Geschichten der unerlösten seelischen Konflikte hervor, die selbstverständlich ab und an aus Vorleben stammten. Nun, ich bin dann graphisch die gigantischen Generationen zurückging, bis ich diejenige Person fand, die dieses Problem erlebt und nicht erlöst hatte. Das war dann o.k. für all jene, für die Reinkarnation keine Option war.


Letztendlich weiß ich, dass wir unsterbliche Seelen sind. Wir sind lichtvolle, liebende Geschöpfe Gottes/Göttin und kommen hier auf diesen kleinen, schönen Planeten, um einige Erfahrungen zu sammeln, zu lernen, etwas wichtiges auszugleichen, zu verwandeln, zu vergeben, zu lieben, zu lehren oder ganz einfach zu dienen.
Dieses Leben in einem menschlichen Körper ist begrenzt. Und ein Menschenleben ist gewissermaßen kurz; was sind im Durchschnitt ca. 80 Jahre Leben??
Zu erkennen, dass ein einziger Tag dieses Lebens Wunder über Wunder erfahren lassen und vollbringen kann. 
Dass ein einziger Tag, sogar ein einziges Wort die Welt heilen oder in Krieg verwandeln kann.
Dass die Geburt eines Menschleins die Menschheit, die Erde verzaubert.
Und, dass das Sterben dieses Körpers ein Mysterium ist, das genau so seine Auswirkungen haben wird. Die Welt wird eine andere sein, wenn ein Wesen nicht mehr hier als Körper lebt.
Ein Kommen, ein Gehen.
Wir sind Wunder dieser Schöpfung, es geschieht nichts, was nicht im Göttlichen Sinne zum Wohle unserer einzigartigen Seele und zum Wohle ALLER sein wird.
Was ist das Geschenk des Todes meiner Tochter?
Oh, ich könnte vielerlei Aspekte dazu beschreiben.
Doch die wichtigste Erkenntnis ihres irdischen Fortgehens ist, dass ich viel tiefer, weiter, inniger und wahrhaftiger liebe. Liebe ist das alles überragende Element der Wirklichkeit und unser Leben ist ein Geschenk, mit dem wir machen können, was wir wollen. Irdisch gesehen stehen uns dafür alleMöglichkeiten offen.
Liebe ist eine Energie, die jedes Molekül im Universum verbindet, sie ist unablässig da und strömt auf uns zu und durch uns durch. Sie nimmt niemals ab, sondern wird mehr und ist ewig. Liebe ist ein beständiger Fluss, und wir brauchen nichts weiter zu tun, als uns zu öffnen und diese Liebe hineinzulassen.
Das wird uns heilen.
Diese Liebe und die Sicht darauf, was Liebe IST, hat sich durch meine Liebe, die über den Tod meiner Tochter stärker und bedingungsloser geworden ist, verändert.
So, dass ich mich selbst und mein Leben aufrichtiger und bewusster liebe. 
Dass ich meine Söhne, mein Enkelkind, meinen Mann, die Natur, die Elemente, die Schöpfung
und die Menschen inniger liebe. 
Dass sich durch diese Liebe mein Respekt, meine Toleranz, mein Verständnis und Mitgefühl für andere um endlos viele Etagen vergrößerte.
Mein Respekt vor Leonie’s und Simon’sWeg, ihrem anmutigen Tod in der schönsten Berglandschaft bei aufgehender Sonne, und meine Bewunderung für all ihre Gaben und Geschenke, die sie, in so kurzer Zeit, nachhaltig auf die Erde brachten.
Mein Respekt vor allem Lebendigen, der Schöpfung und unserer Göttlichkeit und ebenso gegenüber unserer Begrenztheit.
Zu erkennen, wie unbeschreiblich geheimnisvoll, doch in gewisser Weise auch erfahrbar die Geistigen Welten sind, in die die irdisch Toten aufsteigen und sie hier dennoch für immer mit uns verbunden sind.
Auch würde ich diesen Text nicht schreiben, kein Buch, keine Briefe an Trauernde, die es noch nicht so sehen können.
Es ist meine große Freude dies alles schreiben zu dürfen und zu können.
Und ich sage nicht, dass meine Sichtweise das Absolute und Richtige sei.
Ich weiß nur, dass es Vieles in unserem Irdischen lichtvoller, einfacher, leichter und heilbringender macht.
Wenn unser Bewusstsein begreift, dass wir alle grundlegend leuchtende, geistige Wesen sind, gibt es diesen beängstigenden Tod nicht.
Sobald wir unseren Körper und die Erde verlassen, dehnen wir uns endlos aus.
Hier erleben wir wahre Freiheit, multidimensionales SEIN und wir werden unser eigenes Licht in Gänze erkennen. Wir werden die unermessliche Fähigkeit zu lieben erfahren. 
Das Unglaublichste und Grandiose daran ist, dass wir schon jetzt im irdischen Gewand dieses Körpers in der Lage sind, bedingungslos zu lieben, und uns selbst und andere als genau das erkennen und verstehen können, dass wir in vollstem Maße diese lichtvolle Seele und Göttliche Essenz SIND. 
Der Weg durch die Trauer, ganz gleich ob durch den Tod eines lieben Menschen oder ein Abschied von einem geliebten Menschen, der sich von uns trennt, ist eine Reise durch Dunkelheit, Schmerz, durch vielerlei maßlose Selbstkritik, durch in Frage stellen unserer Existenz und all die Ängste vor dem weiteren Weg, vor der Zukunft und dem Aufbegehren des jeweiligen Augenblicks, sobald es uns rüttelt und schüttelt.
Meine Liebe, meine Sanftheit, mein tiefes Vertrauen und mein Wissen um die Heilkraft dieser schrecklich anmutenden Phasen, die jederzeit unser Leben vereinnahmen können, ist wie ein Schlüssel in ein Schlüsselloch einer düsteren, gigantischen Türe, durch deren Schlüsselloch ein schmaler, überaus heller Lichtstrahl scheint.
Ich habe in meinem Leben bei jeder solch anmutenden Phase erfahren, dass ich zu überaus Großartigem und Wundervollem geführt und geleitet wurde. Dass ich heller, freundlicher und gutmütiger aus diesen Phasen in mein neues Leben treten konnte.
Dass ich ungezählte Menschen begleiten durfte, die durch dunkle Lebensabschnitte gehen mussten und diesem Leuchten und Flimmern, am Ende der sichtbaren Zeit, immer gewiss sein konnte.
Das Leuchten der Seele in neuem Glanz, nachdem das Herz bereit war, der sanften Musik des Lebens anders zu lauschen und tiefer zu verstehen. Nachdem sich ein, von der Tiefe des inneren Tempels, aufrichtendes Liebesgefühl in jedem Zellkern unseres Irdischen ausbreiten konnte.
Jeder Tag und jede Nacht voll Trauer, wird sich in einen unbeschreiblichen, atemberaubenden Sonnenaufgang verwandeln, sobald wir der Enge um unser Herz erlauben, sich zu weiten und unserer Seele gestatten, ihren wahrhaftigen Platz in unserem Leben einzunehmen. 
Das Leben im Hier & Jetzt, das Leben mit jedem kommenden, neuartigen Atemzug, das Leben in der Präsenz von Liebe, Achtsamkeit und Gnade.
Trauer kann wie eine Brücke sein, aus der beängstigenden Dunkelheit eines wilden Waldes in die freie, ungetrübte Schönheit und Weite einer gigantisch, stillen, freundlich farbenfrohen Landschaft, die nach Paradies duftet und pure Heilung ermöglicht.

Padma Ellen Hochrei

 

"Könnte ich das ungeschehen machen...." 08. Dezember 2021 


 

Öfter lese ich in Bezug auf den Tod den Satz: „Könnte ich das ungeschehen machen….(den Tod, Krankheit, Sterben). Oder: „Wäre das nur nicht passiert…“

 

 Ob ich doch irgendwann im Unterbewusstsein so etwas gedacht habe oder geträumt? Ich weiß es nicht. Zumindest ist mir dieses Denken nicht bewusst in den Sinn gekommen.

 

 Wenn ich es lese, wie heute in einem Artikel, dann spüre ich tiefer in mich hinein, wo dieses Gefühl so eines Gedankens bei mir sein könnte, den Tod meiner Tochter und den Absturz, bei dem drei junge Menschen zusammen gestorben sind, ungeschehen machen zu wollen oder zu wünschen, dass es nie passiert wäre.

 

 Mein Leben ist und bleibt jetzt ein Leben mit meiner Tochter im Jenseits. Sie ist hier und da und dort, wie meine drei erwachsenen Söhne, die ihr eigenes Leben haben. Sie ist nicht mehr da zum Sehen, Hören, Riechen, Umarmen und das ist und bleibt echt traurig. Das vermisse ich und werde ich vermissen.

 

 Sie ist und bleibt allerdings ein Teil von unserer Familie, den Freundinnen, Freunden, vielleicht auch einigen nahen Menschen, die sie oft vermissen. Sie bleibt ein Teil von mir das ich in mir, um mich, über mir, neben und unter mir erfahre. Im Wind, im Wasser, im Atem, in den Sternen, jeder Feder, jedem Baum.

 

 „Könnte ich das nur ungeschehen machen…“, puh, bin ich Gott? Dann könnte ich auch Tschernobyl ungeschehen machen, das Vergasen der Juden, die Verseuchung der Meere, in die täglich hunderte von Tonnen Müll und Schwermetalle verklappt werden. Dann könnte ich sogar ungeschehen machen, dass Menschen verhungern und Kälbchen von ihren Müttern getrennt werden.

 

 Wenn ich den Tod meines Kindes ungeschehen machen könnte, dann würde ich garantiert auch das Krieg führen beenden und Gewalt, Machtmissbrauch, Rassismus und einsames Sterben in Heimen. Dann würde ich Müttern die ersten drei Jahre mit ihren Babys zu Hause mit viel Zeit zum kuscheln, wachsen und erforschen ermöglichen, ein angemessenes Gehalt für jede Familie, die sich der Kinderzeit lieber widmet als dem Job. Und ich würde Schulen ins Leben rufen, die die Kinder lieben werden, wegen ihrer angeborenen Wissbergierigkeit, und dass sie alles erfahren können, was fürs Leben wichtig ist, zum Beispiel liebevolle Kommunikation, Konflikte auf kreative Weise zu lösen, Wälder und Natur erkunden, wissen, wie sich Naturvölker ernähren, wie Wasser sauber bleibt und entspannt und wild Leben, damit man nichts bereut, wenn jemand plötzlich und unerwartet stirbt. Ich würde ermöglichen, dass jeder glücklich sterben kann und Hinterbliebene traurig und fröhlich sein dürfen, weinen und lachen können und viel erzählen oder gemeinsam dürfen, so lange sie das möchten.

 

 Wenn ich den Tod ungeschehen machen könnte, wäre ich kein normaler Mensch, dann wäre das Leben hier auf diesem kleinen Planeten so langweilig, dass ich vielleicht lieber sterben wollte, um was Spannendes und Unbekanntes zu erleben. 
Ich weiß es nicht. Brauche ich auch nicht. Da ich weder den Tod meiner Leonie noch etwas anderes ungeschehen machen werde.

 

12. November 2021 November-Blogaktion von Totenhemd-Blog  ~

Übers Sterben reden 


 
WENN ICH ZUERST STERBE …..
   
Bisher habe ich mich eher mit dem „Wenn du zuerst stirbst“ beschäftigt.
   
Viele Jahre beruflich mit unterschiedlichsten Patienten. Natürlich kamen zwischendurch auch persönliche Menschen in meinem Umfeld zu Tode.
   
Dann der Tod meiner Tochter, die vor vier Jahren zusammen mit ihrem Mann und einem gemeinsamen Kletterfreund in den Schweizer Bergen den Biancograt runter stürzte.
   
„Wenn du zuerst stirbst“, war ein vertrauter Gedanke, der mit immer wieder neuen, doch vertrauten Gefühlen und Gedanken, Gebeten und Abschieden einherging.
   
Auch wenn ich vor jeder größeren Reise meine testamentarischen Aufzeichnungen hinterließ, waren meine Vorstelllungen zu: „Wenn ich zuerst sterbe“, eher auf meinen Abschied bezogen, dass alle die dabei sind, eine schöne Liebes-Abschiedsfeier erleben. Und, dass mein Wunsch respektiert wird, kein Grab zu bekommen, sondern wie Leonie und Simon frei ausgestreut an einem schönen Platz in der Natur und die Papp-Urne bei einem großen Feuer mit den Gebets-Tais verbrannt werden.
   
Mein Wunsch, bewusst und gesund zu sterben, wann immer das sein möge, ist täglich in meinem Bewusstsein und meinen Gesängen.
   
 
   
Für diesen November-Blog bei Totenhemd „WENN ICH ZUERST STERBE“, kamen mir viele Menschen in den Sinn. Und bei jedem dieser Menschen, je nach dem, wo er in Bezug zu mir steht, kamen mir andere Gedanken.
   
Hier sind einige davon:
   
Klaus, mein Geliebter, WENN ICH VOR DIR STERBE, sei gewiss, dass ich auf geistiger Ebene ganz nah bei Dir bin. Und Du weißt, ich wünsche Dir so viel Liebe, wie Du aushalten kannst. Vielleicht kommt eine neue, tolle, sexy, liebevolle Frau in Dein Leben, ich wünsche es Dir von Herzen. Sei glücklich über alle Maßen.
   
Florestan, mein „Großer“ geliebter Sohn, WENN ICH VOR DIR STERBE, wisse, dass Du niemals allein bist und niemals allein warst. Ich werde Papa und Leonie, Deine beiden Opas treffen und wir werden bestimmt feiern. Sei Dir gewiss, dass ich alles dransetze, dass Du meine Liebe und Nähe spürst. Möge Dein Leben, und das Deiner Familie in glücklichen, freudvollen Bahnen verlaufen. Und ich spüre, dass Du das, was Dir wirklich Spaß macht als Berufung tun wirst, aus vollem Herzen und großem Enthusiasmus.
   
Leander, mein wunderbarer Sohn, WENN ICH VOR DIR STERBE, sei Dir gewiss, dass ich Dir Glück und Freude mit Deiner Familie wünsche und bleibt alle gesund. Genieße Deine Bike-Touren, Deine kleinen Freiheiten, auch da werde ich mit Dir in Liebe verbunden sein. Ich werde in jedem Windhauch sein, bei jedem Waldspaziergang, am Feuer und an jedem Platz, den ihr mit Euren Tieren besucht. Mögen Deine ganzen Umbauten an Deinen Bikes viele faszinieren.
   
Noah, mein Kleiner, großgewachsener Sohn, WENN ICH VOR DIR STERBE, wisse, wie sehr ich Dir nah bin und Dich liebe, behüte und beschütze. Dir möge in jedem Moment Deine tiefe Weisheit und Großartigkeit bewusst sein. Habe Freude mit allem, was Du arbeitest und erschaffst. Sei gewiss, dass die tollste, schönste, liebevollste und ehrlichste Frau zu Dir kommen wird, die Du Dir nur vorstellen kannst. Glaube an Dich, Du ehrlicher, schöner Mensch. Ich liebe Dich bis ins Unendliche und wieder zurück.
   
Mutti und alle meine sechs Geschwister, WENN ICH ZUERST STERBE, wünsche ich mir, dass Ihr ein einziges Mal fühlt, dass mein Tod nichts Dramatisches und „Schlimmes“ ist. Freut Euch einfach darüber, dass ich ein Teil dieser ganz speziellen Familie war. Ich freue mich auf mein Mädchen und auf Papa! Feiert wegen mir, vielleicht ohne Masken (?). Ich werde da sein.
   
Meine lieben Freundinnen: Johanna, Ulm-Ellen, Inge, Hilke, Shakti, Susanne, Bianca, Tatjana Elisabeth, Eliana und noch einige Devotees, auch alle Freunde und Freundinnen, die in meinem Leben eine Rolle gespielt haben, und gerade nicht so nah mit mir sind. WENN ICH VOR EUCH STERBE, dann denkt mit Dankbarkeit an all die guten Erlebnisse, schönen Erfahrungen, tiefen Gespräche, unser Lachen und den Spaß, den wir miteinander hatten. Jeder von Euch hat mein Leben geprägt und ich durfte von und mit Euch lernen. Und jene, die da gewesen sind, als wir Leonie und Simon betrauerten, danke ich, denn es hat mir überaus viel bedeutet. Es hat mich getröstet und unterstützt. Wenn Ihr im Wald, in den Bergen, am Wasser, auf den Blumenwiesen, im stillen Glitzer-Schnee seid, wenn Ihr räuchert, trommelt und singt, bin ich ganz gewiss dabei. Tatjana, beim Bouldern werde ich Dir ab und an sanft über Deine feuchte Stirn hauchen.
   
Liebe Schwiegereltern und Verwandte von hier und da, nah und fern, WENN ICH VOR EUCH STERBE, wisst, dass mir bewusst ist, nicht so ganz einfach im Umgang für Euch gewesen zu sein. Es tut mir echt leid und seid mir bitte nicht böse. Ich habe Euch immer in meinen Gebeten und Segnungen mitbedacht. Wir werden uns treffen, wenn es bei Euch so weit ist (denke ich zumindest, je nach dem, wo Ihr hinkommen möchtet).
   
Liebe Kolleginnen und Kollegen, manche von Euch kenne ich schon 45 Jahre und länger, WENN ICH ZUERST STERBE, wisst und fühlt, dass ich in Frieden bin und niemandem von Euch etwas vorwerfe. Es war unmöglich, mir oder uns als Familie etwas zu sagen oder zu schreiben, nach Leonies Tod. Ich wünsche Euch Mut und Kraft, bei irgendeinem, den es das nächste Mal trifft, dass Ihr einfach „Hallo“ oder einfach ein lapidares „Herzliches Mitgefühl“ oder so was sagt. Glaubt mir, Ihr könnt nichts falsch machen! Gerne helfe ich Euch auch aus der Geistigen Welt. Es funktioniert. Mit einem einzigen Gedanken wird Liebe und Mitgefühl zugegen sein.
   
 
   
WENN ICH ZUERST STERBE soll mein Tod dem Leben dienen.
   
Mögen alle, die nach mir sterben ein erfülltes, waches, schönes, freies Leben erfahren.


 

3. August 2021 ~  Vierter Gedenktag

 


 

3. August 2021 ~ Vierter Jahrestag
   
Zum vierten Mal jährt sich der Unglückstag unserer Kinder.
   
Mein Wunsch war schon seit dem letzten 3. August 2020, dass es auf alle Fälle anders sein möge.
   
Anders als der Tag im letzten Jahr, an dem zwar mit allen beisammen waren, also wir, unsere Söhne, drei neue Freundinnen unserer Jungs, einem Baby im Wagen und einem Baby im Bauch, doch kein einziges Mal über Leonie und Simon gesprochen wurde.
   
Ich wollte gerne mit Klaus alleine an diesem Tag sein. Und am liebsten an den Bergen, dort, wo die drei das letzte Mal das Leben geatmet, die Schönheit der Welt gesehen und ihre Tour genossen haben.
   
Wir waren tatsächlich dort!
   
Nicht auf dem Berg, doch so nah, wie jemand, der kein Bergsteiger ist, kommen kann. 
   
Mit der Seilbahn zur Diavolezza geschwebt, um dort diese drei Tage zu verbringen. Ganz in der Nähe, wo diese drei jungen Menschen zu dieser Zeit vor vier Jahren ach diese drei Tage waren.
   
Ich war glücklich, denn diese atemberaubende Natur zu spüren, zu sehen, zu atmen, macht glücklich. Natürlich auch emotional.
   
An dem 2. August, als wir ankamen, konnten wir die Bernina-Berge nur sporadisch sehen, da neblig und wolkenverhangen. Doch die Luft herrlich und klar, es roch sogar nach Schnee. Wir gingen schweigend einige Wege, auch mal runter und rauf über steinige und unbefestigte Abhänge. Mal zusammen, dann auch eine ganze Weile jeder für sich. Wir sprachen nicht viel. Es war gut, es war still und innerlich war ich leer. Gleichzeitig war da auch etwas in mir, was sich wie ein sich aus weiter Ferne ankündigendes „Gewitter“ anfühlte. Etwas, was zwar nicht zu erklären war, es jedoch intuitiv eine Vorahnung gab. Ich kenne diese Vorahnungen, bzw. kenne ich Situationen, in denen ich im Nachhinein wusste, dass das, was dann geschah, schon irgendwie in meinem System vorhanden schien.
   
Abends gab es in dem Berghotel ein veganes Mehr-Gänge-Menü für uns, viel zu viel. Die köstliche Vorsuppe hätte mir vollkommen ausgereicht um mich satt und glücklich zu fühlen.
   
Es fing in der Dunkelheit an zu schneien, sehr leise und sachte. Ich brauchte das offene Fenster, wir lagen still beieinander, nachdem ich einiges von den letzten Tage notiert hatte. Unsere Besuche zuvor in Ulm bei einer Freundin und dann in Brugg bei meiner Freundin, deren elfjährige Tochter, zwei Jahre vor Leonie, Simon und Stefan, durch den Sturz von einem Felsen zur Sonnenwende starb. Wir hatten wirklich gute Gespräche, nährenden Austausch. Es tut gut mit Menschen zusammen zu kommen, die Ähnliches erfahren haben mit dem Tod eines Kindes oder eines sehr nahe stehenden Menschen. Zudem die Sicht auf den Tod, auf Trauer und die Prozesse, daran zu wachsen zu wollen, vergleichbar mit dem, was wir erfahren und fühlen.
   
Diese Dunkelheit, den Schnee zu riechen, die leise fallenden Flocken zu sehen bei offenem Fenster, in dem Stückchen Himmel große Sterne leuchten zu sehen….. in mir stieg eine ungeheure Traurigkeit hoch. Und ich schluckte meine Tränen runter. Das ging jedoch nicht lange, denn es waren viel zu viele. So viele, dass ich mich aufsetzen und ganz laut weinen musste, laut und lange weinte und schluchzte ich. Es war stark. Diese Nähe zum Unglücksort, dieses Wissen um ihren Tod, das Fehlen meiner geliebten Leonie, die ganzen Bilder von dieser Nacht, ihrem frühen Aufbruch, den Wegen die sie vermutlich schweigend mit ihrem Gepäck in der Dunkelheit mit ihren Kopflampen langsam und stetig gingen. Der Absturz zu Sonnenaufgang, den man von dem Fenster im Restaurant hätte sehen können, das beobachten, dass Rettungshubschrauber dort flogen und klar war, dass wieder etwas passiert ist (einen Tag zuvor stürzte eine Frau ab, die am gleichen Tag geborgen wurde), dann das feststellen des Todes der drei jungen Menschen durch einen Arzt, der an der Endlagestelle abgeseilt wurde, doch wegen des Steinschlags keine Bergung an diesem Tag stattfinden konnte. Das Retten einiger Bergwanderer auf dem Biancograt mit den Rettungshubschraubern, andere gingen weiter ihre Tour (es gibt ja Augenzeugen-Berichte von einigen, die es beobachtet haben).
   
Ihre leeren Körper lagen dort bis zum nächsten Tag am Mittag, bis ein Bergungs-Trupp all das, was man in Netzte packen konnte, einpackte und fortflog, ins Spital, wo die Körper von Leonie und Simon noch bis zum 24. August lagen, bevor die Kremation vorgenommen wurde …….
   
Ich ging all diese Bilder und Gedanken durch, es war wie eine Sturmflut, ein Gewitter, Tsunami und Erdbeben zugleich, was aus mir herausbrach. Es war schmerzvoll, die Tränen überschwemmten mich. Und auch solche Zustände finden ein Ende.
   
Ich konnte nicht schlafen. Nachdem ich fertig war mit weinen und Nase putzen, nochmal Pipi machen, mich in Klaus Arm kuscheln und er schlief, war es sehr still in mir und draußen. Es war gut hier zu sein, der beste Platz den ich mir denken könnte. Auch wenn dieser Anfall unerwartet und heftig war. Es hat mich gepackt und geschüttelt, der Ort, die Nähe zum Tod und der schmerzvolle Verlust. Das ist Wahrheit. Diese Ewigkeit in dieser stillen Nacht, die klare, kalte Luft. Als es dämmerte schlief ich ein und träumte von diesen schönen Menschen, wie sie auf dem Eisgrat liefen. Von weit oben erkannte ich eine Dreierseilschaft, die schweigend diesen Grat nach oben gingen, im Gleichschritt, in Minischrittchen und Eisschuhen, in Zeitlupe, in Meditation.
   
Es war ein kurzer Traumschlaf, dann sind wir früh durch den Neuschnee hinter dem Haus die steinigen Wege an den Felsen hochgelaufen. Mein Wunsch, runter zum Gletscher zu gehen war groß, es sah nicht weit und auch nicht so anspruchsvoll aus. Doch wir ließen es sein.
   
Beim Frühstück an unserem Platz konnten wir ab und an den hellblauen Himmel und Teile des Biancogrates mit der Haifischflosse sehen. Diesen Tisch am Ende des Restaurants in einer Nische, vor dem großen Fenster mit Blick zum Berg, hatten wir vermutlich für diese 2 ½ Tage zugeordnet bekommen, da die Belegschaft wusste, dass wir Angehörige der Verunglückten waren. Am Unglückstag bekamen wir zwei kleine Kartons mit der Diavolezza Nusstorte geschenkt, mit einem liebevollen Blick zu uns und dann zum Berg aus dem Fenster. Ich musste wieder weinen vor Rührung.
   
Es waren gesegnete Tage. Traurig und schmerzvoll, glücklich, still, gewaltig, erfüllt mit Schönheit dieser Natur und meiner Dankbarkeit, ihr so nah sein zu dürfen.
   

 

Der Blog von August 2017 bis 2020 ist zur Zeit noch auf meiner "alten" Homepage zu sehen:
https://www.essenzdergoettin.de/2018/03/23/lichtvoll-trauern/